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Touch! Don’t Touch!

Zeitgenössische Musik für zwei Theremine und Ensemble

Foto: Reimar Ott

Das Theremin ist das einzige Instrument, das man zum Klingen animiert, ohne es zu berühren. Als erstes elektronisches Instrument wurde es in den 1920er Jahren von dem Russen Lev Theremin erfunden. Damals seiner Zeit voraus, trifft es heute den Zeitgeist durch eine sinnliche und lebendige Umgangsweise mit Elektronik. Die international gefragten Theremin-Virtuosinnen Barbara Buchholz und Lydia Kavina gründeten 2005 „Touch! Don’t Touch!“ als Produktionsstätte und Plattform für das Theremin in der Neuen Musik. Seitdem verfassten zahlreiche Komponisten der Neuen Musik Werke für Touch! Don’t Touch!, die das kammermusikalische Zusammenspiel von zwei Thereminen und akustischen Instrumenten ausloten. In Kooperation mit dem Kammerensemble Neue Musik Berlin und gefördert von der Kunststiftung NRW, dem Deutschen Musikrat und Deutschlandfunk Köln entstand die erste Produktion von Touch! Don’t Touch!, die 2006 als CD bei WERGO veröffentlicht wurde. Für das aktuelle Projekt hat sich Touch! Don’t Touch! zusammen mit Heather O’Donnell (Klavier) und Nancy Laufer/Jan Jachmann (Akkordeon, in wechselnder Besetzung) zu einem Quartett formiert.

 

Das aktuelle Projekt – SMARTCARDS

 

SMARTCARDS heißt der Titel einer neuen Kompositionsreihe für zwei Theremine, Akkordeon und Klavier. Die Idee und Realisation des Konzepts liegt in den Händen der Komponistin Juliane Klein.
Smartcards sind in der Regel Chipkarten, auf denen Informationen gespeichert sind. In diesem Fall sind es Improvisationen, die mit dem Material der zuvor gespielten Komposition arbeiten und so die Werke unterschiedlicher Komponisten zu einer abendfüllenden Performance werden lassen. Die Smartcards nehmen den Hörer als Individuum ernst und ermöglichen ihm – „gerade aus dem Alltag kommend“ – das Finden eines eigenen Hör- oder Schauplatzes. Es entstehen sehr lebendige Aufführungen, die durch die Kombination von komponierter und improvisierter Musik sich immer neu entwickeln. Zurzeit umfasst das Projekt Werke von Sidney Corbett, Michael Hirsch, Gordon Kampe, Peter Gahn und Juliane Klein. Obwohl es mit bekannten Bausteinen arbeitet, ist das gesamte Projekt variabel und kann individuell für den entsprechenden Ort konzipiert werden. Auch ist es offen für neue Werke.

 

Die Presse zu Touch! Don’t Touch!

 

Touch oder don’t touch
Eine der interessantesten Aufführungen und gleichzeitig eine Verbeugung vor dem breiteren Publikum war das effektvolle Konzert des Kammerensembles Neue Musik mit den Theremin-Spielerinnen Barbara Buchholz und Lydia Kavina in der Hauptrolle. Dieses russische Instrument hat wahrscheinlich das größte Potenzial, über das ein Musikwerkzeug überhaupt verfügen kann. Die malerischen Gesten, schauspielernden Figuren und körperlichen Tänze der Musikerinnen begleiten den Klang, der irgendwo zwischen weinerlicher Geige, rührender Säge und vibrierender Stimme liegt. Auch die zeitgenössischen Komponisten entdecken in diesem Instrument wunderbare Möglichkeiten. […]

Daniel Cichy, neue musikzeitung 5/2005

 

Das gewaltige Ausdrucksspektrum des berührungslos gespielten Theremins bestätigte der zweite Teil des eindrucksreichen Konzertabends. An der Seite des feinfühlig reagierenden Kammerensembles Neue Musik Berlin bewiesen sich die Theremin-Spezialistinnen Lydia Kavina und Barbara Buchholz als magische Klangzauberinnen. Glissandi, Töne von fast penetranter Gleichförmigkeit, zu oszillierenden Linien ausgezogen. Weltentrückt und hoch artifiziell. […] Bravorufe honorierten das extraordinäre Hörerlebnis.

Christiane Weber, Thüringer Landeszeitung, 1. April 2005

Wenn Sie Interesse an ausführlichen Informationen zu Touch! Don’t Touch! haben, können Sie sich gerne an mich wenden: post[at]nina-ermlich.de, Tel. +49 (0)30 48829374

Weitere Informationen zu Barbara Buchholz und Lydia Kavina finden Sie unter:
www.barbarabuchholz.com
www.lydiakavina.com.

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